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Stadtinformation Aachen

Stadtwappen Aachen Geographische Lage
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Kreis: Kreisfreie Stadt
Koordinaten: 50° 46' N, 06° 06' O
Höhe: 125 - 410 m ü. NN
Fläche: 160,83 km²
Einwohner (Stand 31.12.2006): 258.770
Bevölkerungsdichte: 1.609 Einwohner/km²
Postleitzahl: 52062 - 52080 (alt: 5100)
Vorwahl: 0241 / 02403 / 02405 / 02407 / 02408
KFZ-Kennzeichen: AC
Gemeindeschlüssel: 05 3 13 000
Webpräsenz: » www.aachen.de


Lagebeschreibung Aachen

Aachen (von altgermanisch Ahha „Wasser“, lateinisch Aquae Grani oder Granni, später Aquisgranum, franz. Aix-la-Chapelle, niederl. Aken, luxemb. Oochen, Öcher Platt: Oche) ist eine nordrhein-westfälische kreisfreie Kurstadt im Regierungsbezirk Köln, die Mitglied des Landschaftsverbandes Rheinland ist. Aachen ist die westlichste deutsche Großstadt und zählt zu den Verdichtungsräumen des Landes mit mehr als 250.000 Einwohnern. Die Stadt ist für ihre Geschichte, die bis in die Jungsteinzeit zurück reicht, ihr kulturelles und architektonisches Erbe und bedeutende Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Karlspreis, bekannt. 1890 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000, wodurch Aachen zu einer Großstadt wurde. Aachen liegt am Nordrand der Eifel bzw. des Rheinischen Schiefergebirges. Die Eifel und das Hohe Venn im Süden, weite Gebiete zwischen Niederrhein und Nedermaas sowie die Ardennen sind an Aachen angrenzende Landschaften.
Aachen liegt im Dreiländereck Deutschland–Belgien–Niederlande, etwa 30 km nördlich des Hohen Venns in einer nach Nordosten geöffneten Mulde, in der die Wurm zur Rur fließt. Die Stadt befindet sich im Einzugsbereich der Maas, direkt in der Euregio Maas-Rhein am Fuß des linksrheinischen Schiefergebirges (Eifel), das südlich der Stadt beginnt.

Nachbargemeinden Aachen

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Aachen:
Herzogenrath, Würselen, Eschweiler, Stolberg und Roetgen (alle Kreis Aachen); Raeren, Kelmis und Plombières (Provinz Lüttich in Belgien) sowie Vaals, Gulpen-Wittem, Simpelveld, Heerlen und Kerkrade (alle Provinz Limburg in den Niederlanden).

Geschichte Aachen

Das Gebiet um Aachen wurde schon vor langer Zeit besiedelt. Bereits im Neolithikum (der Jungsteinzeit) zwischen 3000 und 2500 v. Chr. wurde auf dem Lousberg Feuerstein abgebaut. In der Bronzezeit und der frühen Eisenzeit war Aachen von Kelten besiedelt, wie Hügelgräber im Aachener Wald beweisen. Nach den Kelten siedelten die Römer an den warmen Quellen. Ein römisches Militärbad ist im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung belegt. Zeugnisse späterer Besiedlung sind fränkische Gräber aus dem 7. Jahrhundert.
Der fränkische König Pippin der Jüngere baute in Aachen einen Hof und sorgte für die erste schriftliche Erwähnung Aachens 765 als Aquis villa. Pippins Sohn Karl, später Karl der Große genannt, erbte das Fränkische Reich und den Aachener Hof, den er zu seiner Residenz wählte und zu einer Kaiserpfalz mit Palast (an dieser Stelle steht heute das Rathaus) und Kapelle, der so genannten Pfalzkapelle, ausbaute (heute der Aachener Dom).
Karls Sohn, Ludwig der Fromme, wurde 813 in Anwesenheit seines Vaters im Obergeschoss der Pfalzkapelle zum Mitkaiser gekrönt. Karl der Große wurde am 28. Januar 814 im Vorhof der Kapelle beigesetzt. Eine weitere Krönung erfolgte Mitte des 9. Jahrhunderts in der Aachener Pfalzkapelle. Lothar I., der älteste Enkel Karls des Großen, krönte sich hier zum Kaiser.
Otto I. wurde 936 n. Chr. in Aachen zum ostfränkischen König gekrönt. Die Stadt blieb damit für die nächsten 600 Jahre Krönungsort der deutschen Könige. Bis 1531 wurden 31 deutsche Könige im Dom zu Aachen (oder: Aachener Münster) gekrönt, der letzte war Ferdinand I. Zum Weihnachtsfest im Jahre 1165 n. Chr. lässt Friedrich I. (HRR), genannt Barbarossa, Karl den Großen heilig sprechen. Einige Tage später, am 8. Januar 1166, erhielt Aachen durch das sogenannte Karlsprivileg, einem Freiheitsbrief, die Stadtrechte sowie das Markt- und Münzrecht verliehen und wurde eine freie Reichsstadt. Seine Einwohner wurden von der Lehnshörigkeit befreit. Aus dieser Zeit stammt der Adler im Stadtwappen.
Der Bau des ersten Teils der Stadtmauer wurde 1171 n. Chr. begonnen, 86 Jahre später wurde der äußere Mauerring angelegt, dessen Bauzeit ca. 100 Jahre dauerte. Erst 1841 wurde die erste Wohnbebauung außerhalb des alten Stadtwalls errichtet; das Bahnhofsviertel und die Theaterstraße entstanden.
Aachen fiel nach sechsmonatiger Belagerung 1248 n. Chr. an Wilhelm von Holland, der hier zum König gekrönt wurde. Die Belagerung führte nur deshalb zum Erfolg, weil die Belagerer das Wasser der in den Talkessel fließenden Bäche unterhalb der Stadt aufstauten und damit die Stadt unter Wasser setzten.
1258 n. Chr. wurde erstmalig der Tuchwalker erwähnt. Die Tuchfabrikation war jahrhundertelang der wesentliche Wirtschaftsfaktor Aachens. Bedingt durch die reichhaltigen Erzvorkommen in der Umgebung, z. B. Zinkerz (Galmei) am Altenberg (heute Kelmis) und in Stolberg, wurde Aachen ein europäisches Zentrum der Messingindustrie und der Kupferverarbeitung – insbesondere im 16. Jahrhundert. Mit den Religionswirren der Reformationszeit und der Vertreibung der Protestanten verließen viele Kupferschläger, die diesem Glauben angehörten, die Stadt und siedelten sich im liberaleren Umland (Vaals und Stolberg) an. Das heutige Aachener Rathaus wurde im Jahr 1349 auf den Resten der baufälligen Königshalle der Kaiserpfalz errichtet. Zuvor hat das Grashaus diese Funktion inne gehabt, wurde aber weiterhin bis ins 18. Jahrhundert hinein für Rats- und Gerichtsversammlungen parallel dazu genutzt. Ein weiteres Rathaus (der Pützer-Bau) wurde im Jahr 1903 am Katschhof errichtet, an der heute ein Verwaltungsgebäude steht. Er ist im 2. Weltkrieg teilweise zerstört und in den fünfziger Jahren abgerissen worden.
Politisch eingebunden wurde Aachen auch 1500, wo Aachen Teil des Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreises wurde.
Für mehr Leben in der Stadt und mehr Tourismus sorgte die Gründung der Aachener Heiligtumsfahrt.
1601 beschloss man erstmals, eine Einwohnerzählung der Stadt Aachen durchzuführen, die ergab, dass 14.171 Einwohner in Aachen lebten, wovon jedoch nur 2.829 Bürger waren.
Am 2. Mai 1656 brach in der Backstube des Bäckers Peter Maw an der Jakobskirche ein Feuer aus, das fast das ganze gotische Aachen zerstörte. Sieben Menschen starben, 4664 Häuser wurden zerstört.
In der Folgezeit baute der aus Lüttich stammende Badearzt Franciscus Blondel Aachen zu einem der modernsten Badeorte Europas aus. In Aachen kursiert seit dieser Zeit der Satz: Was das Feuer zerstört hat, baut das Wasser wieder auf. Der Kurbetrieb wurde durch Möglichkeiten zum Müßiggang und zur Zerstreuung (Casino, Ballsäle) erweitert. Aachen wurde zum Modebad und beherbergte regelmäßig die europäische Prominenz. Dazu zählten Herrscher wie Zar Peter der Große von Russland und der preußische König Friedrich der Große ebenso wie der Komponist Georg Friedrich Händel.
Der Devolutionskrieg zwischen Spanien und Frankreich wurde 1668 mit dem Ersten Aachener Frieden beendet. Darauf folgend fand in Aachen 1748 in ein Friedenskongress statt, der den Österreichischen Erbfolgekrieg mit dem Zweiten Aachener Frieden beendete. In der Folge der Französischen Revolution besetzten deren Armeen 1794 Aachen und vereinen es mit Frankreich. Zahlreiche Kulturgüter wurden dabei nach Paris verschleppt. 1798 wurde Aachen zum Verwaltungssitz des den Niederrhein umfassenden Département de la Roer. Im Jahre 1802 wurde Aachen erstmals Bischofssitz, das nach 23 Jahre aufgelöst und 1930 nach 105 Jahren wieder errichtet wurde und dem Erzbistum Köln als Suffraganbistum unterstellt wurde. Nach dem Wiener Kongress wurde die Stadt 1815 in das Königreich Preußen eingegliedert und 1816 zunächst in der Provinz Großherzogtum Niederrhein Sitz einer preußischen Bezirksregierung und eines Landkreises, wobei die Stadt Aachen kreisfrei wurde. Ab dem 27. Juni 1822 gehört die Stadt mit dem gesamten Regierungsbezirk zur Rheinprovinz.
Die Einführung der Dampfkraft, vor allem in der Tuchindustrie, die fortschreitende Mechanisierung und die damit verbundene Arbeitslosigkeit sowie Frauen- und Kinderarbeit bei Niedrigstlöhnen führten zu Unruhen, die 1830 von bewaffneten Bürgern und Soldaten blutig niedergeschlagen wurden.
Nach dem Ersten Weltkrieg fiel 1918 ein Teil des Aachener Hinterlandes mit dem Kreis Eupen und Teilen der damaligen Kreise Monschau und Schleiden an Belgien. Aachen blieb elf Jahre lang von belgischen Truppen besetzt.
Die Zwischenkriegszeit bedeutete einen tiefen Einschnitt in das Wirtschaftsleben der Stadt Aachen. Insbesondere der „Ruhrkampf“, die Verschiebung der Zollgrenze an den Rhein sowie zunehmender Schmuggel entlang der Grenzen zu Belgien und den Niederlanden oder auch der Separatistenaufstand von 1923 trafen Aachen schwer. Hinzu kamen Reparationsleistungen und als negativer Höhepunkt die Weltwirtschaftskrise ab 1929.
1933 wurde die Städteverordnetenversammlung aufgelöst. Die leitenden städtischen und staatlichen Beamten wurden durch Mitglieder der NSDAP ersetzt. Eine Heiligtumsfahrt mit 800.000 Teilnehmern fand 1937 statt, die als stummer Protest gegen das NS-Regime gewertet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Aachen stark beschädigt, 65 % des Wohnraums wurden zerstört. Im Juli 1941 erfolgte der erste von fünf Luftangriffen. 1944 erfolgte eine Zwangsevakuierung von Aachen, das am 21. Oktober 1944 nach sechswöchigem Kampf (Schlacht um Aachen) als erste westdeutsche Stadt von den Alliierten eingenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Stadt nur noch 11.139 Einwohner. Die US-Amerikaner setzen als neuen Bürgermeister Franz Oppenhoff ein, der fast fünf Monate später von einer Werwolf-Gruppe als Kollaborateur ermordet wurde. Nach ihm wurde später die Oppenhoffallee benannt. Aachen wurde zunächst von amerikanischen, dann von britischen und später von belgischen Truppen besetzt. Beim Kaffeeschmuggel zwischen Belgien und Deutschland starben zwischen 1945 und 1953 40 Menschen an der Aachener Kaffeefront. 1946 erlangte Aachen wieder 100.000 Einwohner und wurde dem Land Nordrhein-Westfalen eingegliedert.
Erstmalig wurde 1950 der Internationale Karlspreis der Stadt Aachen für besondere Verdienste um Einigung und Frieden in Europa verliehen.
Bei der Gebietsreform durch das Aachen-Gesetz von 1972 wurde das Stadtgebiet Aachens durch die Eingemeindung von 5 Gemeinden (Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich und Walheim) mehr als verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg auf 237.108. Der Kreis Aachen erhielt seine heutige Ausdehnung. Der Regierungsbezirk Aachen wurde jedoch aufgelöst und dem Regierungsbezirk Köln angegliedert. Im gleichen Jahr feierte das neue Klinikum Aachen Richtfest, das im Jahr 1985 vom damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau offiziell an die RWTH Aachen übergeben wurde.
Eine neue Synagoge in Aachen wurde 1995 unter Beteiligung internationaler Ehrengäste eingeweiht.

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Wirtschaft Aachen

Aachen hat mehrere bedeutende Industriezweige.
Zu nennen ist hier ein Werk des deutschen Reifenherstellers Continental AG, in dem vor allem besonders anspruchsvolle Reifen (für hohe Geschwindigkeiten) produziert werden.
Seit 1934 unterhält Philips, eine der weltweit größten Elektronikhersteller der Welt, Produktionsstätten in Aachen. Zunächst nur für Radiogeräte, seit dem Krieg aber ein Werk zur Produktion von Leuchtmitteln, in dem heute Niedervolt-Halogenlampen und Autolampen hergestellt werden. Ein weiteres Philips-Werk, in dem Bildröhren hergestellt wurden, ist vor einigen Jahren geschlossen worden. Aachen ist ebenso Zentrum für Maschinenbau, Automation, Laser- und Umwelttechnologie, was von sehr großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt ist. Daneben gibt es eine Reihe von Forschungsbetrieben und Hochtechnologieunternehmen, oft als Spin-offs der Universität RWTH Aachen.
Außerdem ist die Produktion von Süßwaren von bekannten Firmen wie Zentis (Konfitüren, Süßwaren, Fruchtzubereitungen), Lambertz (Lebkuchen, Printen), Lindt & Sprüngli (Schokolade, Pralinen) bedeutend. Die Aachener Printen sind weltberühmt.
Neben den oben genannten Unternehmen ist Aachen Standort vieler Industriebetriebe wie Grünenthal (pharmazeutische Produkte), Talbot (Schienenfahrzeuge) und Saint-Gobain (Glas). Aachen bietet gute Standortvorteile wegen einer dichten Infrastruktur mit Produktions- und Dienstleistungen auf engstem Raum; Internationalität und Mehrsprachigkeit; Platz zur Expansion und Raum zur Erholung; ein großes Potenzial an gut ausgebildeten Ingenieuren.
Auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle (680.000 Übernachtungen in 4.000 Betten).
In der Vergangenheit war die Produktion von Nadeln und Tuchen der wichtigste Wirtschaftsfaktor. So waren in Aachen mehrere hundert Nadelfabriken ansässig. An fast allen Bächen waren Tuchfabriken und -färbereien vorhanden. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich ein sehr deutlicher Strukturwandel vollzogen. Die Herstellung von Nadeln und Tuchen wurde nach Fernost verlagert. Die letzte Aachener Nadelfabrik stellte den Betrieb Ende 2004 ein, von den zahlreichen Tuchfabriken ist noch eine geblieben. Weitere Bedeutung hatte die Herstellung von Schienenfahrzeugen, Schirmen und Transformatoren. Auch diese Bereiche sind jedoch inzwischen stark reduziert oder völlig aufgegeben worden.

Infrastruktur Aachen

Eisenbahn
Neben dem Hauptbahnhof gibt es die Bahnhöfe Aachen West und Aachen-Rothe Erde sowie die Haltepunkte Aachen-Schanz und Eilendorf. Der Schnellzug Thalys von Köln nach Paris fährt über Aachen, Lüttich und Brüssel. Auch der ICE International verkehrt auf der Strecke Brüssel–Lüttich–Aachen–Köln und weiter nach Frankfurt. Die Schnellzüge wechseln sich im Stundentakt ab. Aachen liegt somit an einer wichtigen Verbindung des transeuropäischen Schienennetzes. Demgegenüber sind die für Pendler wichtigeren Regionalverbindungen, insbesondere auf der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen (NRW-Express (RE 1) und Rhein-Sieg-Express (RE 9)), seit Jahren unverändert stark verspätungsanfällig. Auf der zweiten von Aachen ausgehenden innerdeutschen Strecke nach Mönchengladbach und von dort aus weiter nach Düsseldorf oder Duisburg über Krefeld findet seit etwa zehn Jahren kein Fernverkehr mehr statt. Beide Strecken sind jedoch wichtige Magistralen des Güterverkehrs. Die zwei von Aachen ausgehenden Strecken nach Belgien – für den Personenverkehr nach Brüssel über Lüttich (Vesdretalstrecke) und für den Güterverkehr nach Antwerpen über Tongeren (Montzenroute) – sind die einzigen in Betrieb befindlichen Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Belgien. Die direkte Verbindung in die Niederlande hingegen wurde stillgelegt, wobei eine Reaktivierung im Rahmen der Euregiobahn in ferner Zukunft geplant ist.

Besonderheiten
Eisenbahnhistorisch hat Aachen zwei Besonderheiten zu bieten: den ältesten noch befahrenen Eisenbahntunnel Deutschlands, den Buschtunnel, sowie das Viadukt in Aachen-Burtscheid. In der Nähe, in Belgien, befindet sich bei Moresnet das berühmte Geultalviadukt, das 2004 saniert wurde. Zu der Beendigung dieser Maßnahmen gab es einen großen Festakt mit Feuerwerk. Auch wurde eine Rundfahrt in Waggons des legendären Orient-Express angeboten.
Die traditionsreiche Waggonfabrik Talbot an der Jülicher Straße produzierte bis Anfang der 1990er Jahre Güter- und Personenwaggons, wie etwa doppelstöckige Wagen für die niederländische Staatsbahn oder den Talent. Nach der Übernahme durch den kanadischen Konzern Bombardier (seitdem Talbot-Bombardier) wurde ein Großteil der Fertigung nach Ostdeutschland und Tschechien verlegt. Mittlerweile wird in Aachen der Innenausbau von Personenzügen vorgenommen.

Straßenanbindung
Am Autobahnkreuz Aachen treffen sich die Autobahnen A 4, A 44 und A 544. Die A 4 führt nach Köln sowie über den Grenzübergang Vetschau in die Niederlande, die A 44 nach Düsseldorf sowie nach Belgien. Die A 544 verbindet das Kreuz Aachen mit dem Europaplatz im Osten Aachens. Als Europastraße 40 ist die A 4 von Köln bis zum Aachener Kreuz und ab dort die A 44 Richtung Belgien beschildert. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 1a, B 57, B 258 und B 264 durch das Stadtgebiet.

Fahrrad
Die Stadt Aachen ist ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Trotz des sehr hohen Studentenanteils ist der Fahrradverkehr im Vergleich zu anderen studentisch geprägten Städten gering, was mit den starken Steigungen im Innenstadtbereich und der starken Streuung von Universitätsgebäuden über das Stadtgebiet zusammenhängt.

Luftanbindung
Rund 30 km vom Stadtzentrum entfernt liegt in den Niederlanden der internationale Maastricht Aachen Airport, der unter anderem von der KLM (von/nach Schiphol) und ab Juni 2007 von Ryanair (von/nach Girona) angeflogen wird. Für kleinere Flugzeuge gibt es den Flugplatz Merzbrück. Die Flughäfen Köln/Bonn (85 km) und Düsseldorf (100 km) können vom Aachener Hauptbahnhof respektive mit den Linien S13 bzw. RE1 erreicht werden. Aufgrund der Zuganbindung wurden auch die bis dahin bestehenden regelmäßigen Busverbindungen („Airport-Aixpress“) zum 31. Oktober 2004 eingestellt.

Bilder Aachen

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Politik Stadt Aachen

An der Spitze der Stadt Aachen stand zunächst ein königlicher Beamter. 1250 ging die Leitung auf den Rat über, dem ein Bürgermeister vorstand. Mitglieder des Rates waren zunächst nur lebenslang amtierende Schöffen. Seit dem 15. Jahrhundert waren auch die Zünfte vertreten. Dies wurde im so genannten Gaffelbrief von 1450, der bis 1794 galt, festgelegt. Jedoch konnten die Zünfte erst 1513 ihre ständige Mitgliedschaft im Rat erreichen. Die Mitgliederzahl schwankte mehrmals. An der Spitze standen meist zwei Bürgermeister, die aber nur ein Jahr amtierten und am 25. Mai ihr Amt wechselten. Die Ratsmitglieder übten neben ihrer Ratsmitgliedschaft meist noch wichtige Sonderämter in der Stadt aus. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1794 wurde die Munizipalverfassung eingeführt. Stadtoberhaupt war der Maire. Ihm standen drei Beigeordnete und ein 30-köpfiger Rat zur Seite. In preußischer Zeit wurde 1815 aus dem Maire der Oberbürgermeister. Eine Neuordnung der städtischen Verfassung wurde erst 1845 mit der rheinischen Gemeindeordnung beziehungsweise 1856 mit der rheinischen Städteordnung eingeführt. Die Stadtverwaltung bestand weiterhin aus dem Oberbürgermeister und dem Rat.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als Stadtverordnete bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1995 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
Im Aachener Stadtrat sitzen 58 Ratsfrauen und Ratsherren. Der direkt gewählte Oberbürgermeister hat Stimmrecht (Politik) und leitet die Sitzungen. Derzeit sind im Aachener Rat folgende Parteien vertreten: CDU (22 Mitglieder), SPD (19 Mitglieder), Bündnis 90/Die Grünen (10 Mitglieder), FDP (3 Mitglieder), Linkspartei.PDS (ein Mitglied), ABL (Aachener Bürger Liste, ein Mitglied), UWG (UWG Bürgerwille Aachen, ein Mitglied) und WASG (ein Mitglied).
Am 26. September 2004 wurde Jürgen Linden (SPD) für weitere fünf Jahre zum Oberbürgermeister gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Aachen

Der Aachener Dom
Der ursprünglich als Pfalzkapelle für Karl den Großen errichtete Aachener Dom ist das Wahrzeichen der Stadt Aachen. Der oktogonale Kuppelbau wurde etwa im Jahr 800 vollendet und war rund 400 Jahre der größte freischwebende Kuppelbau nördlich der Alpen. Der Marmorthron Karls des Großen steht noch heute im Obergeschoss des Oktagons, 30 deutsche Könige „besaßen“ ihn in der Zeit zwischen 936 und 1531.
Als ein Meisterwerk gotischer Baukunst gilt der Anbau der monumentalen Chorhalle aus dem Jahr 1414, dessen Fenster mit der stolzen Höhe von 27 Metern die höchsten dieser Bauepoche darstellen und mit ihren über 1000 Quadratmetern Glasfläche dem Bau den Spitznamen „Glashaus von Aachen“ einbrachten. Im Zentrum des Chorpolygons steht der goldene Karlsschrein aus dem Jahr 1215 mit den Gebeinen Karls des Großen, hinter dem Altar der berühmte Marienschrein. Er wurde 1239 vollendet und beinhaltet die vier Aachener Heiligtümer, die seit 1349 alle sieben Jahre zur Heiligtumsfahrt den Pilgern aus aller Welt gezeigt werden.
Hauptsächlich aus der Zeit der Hochgotik stammen die zahlreichen Kapellen, die im Laufe der Jahrhunderte angefügt wurden.
Die Schatzkammer des Aachener Doms birgt den bedeutendsten Kirchenschatz nördlich der Alpen. Neben dem Lotharkreuz (um 1000) und der silbernen, teils vergoldeten Karlsbüste (etwa 1349) wird hier der Marmorsarkophag ausgestellt, in dem Karl der Große 814 vermutlich bestattet wurde.
Das Ensemble aus Dom und Domschatz wurde 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites Kulturdenkmal weltweit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Das Aachener Rathaus
Auf den Grundmauern der Palastaula der karolingischen Kaiserpfalz wurde im 14. Jahrhundert von der Aachener Bürgerschaft das gotische Rathaus erbaut. Nur der Granusturm zeugt von der ursprünglichen Bebauung aus der Zeit Karls des Großen.
Im ersten Stockwerk befindet sich der Krönungsfestsaal. Fünf Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel schmücken die Wände, sie zeigen legendäre Szenen aus dem Leben Karls des Großen. Weiterhin sind Kopien der Reichskleinodien (Reichsapfel, Reichskrone, Schwerter) und des Reichsevangeliars, einer Handschrift aus der Schule Karls des Großen, zu sehen.
Im Erdgeschoss zeugen reich ausgestattete Räume vom Glanz der freien Reichsstadt im 17. und 18. Jahrhundert, als das Rathaus zum barocken Stadtschloss umgebaut wurde.
Ans Rathaus angelehnt sind das kleine Holz- und das größere Backsteinhaus, die gemeinsam die uralte Gaststätte „Zum Postwagen“ bilden.

Grashaus
Am Fischmarkt steht das so genannte Grashaus, dessen Fassade vom ältesten Rathaus der Stadt stammt und auf das Jahr 1267 datiert wird, aber vermutlich auf noch älteren Grundmauern steht. Es diente nach dem Bau des neuen Rathauses (Fertigstellung 1349) erst als Gerichtsstätte, später aber auch als Gefängnis und Richtplatz. 1886 erhielt das Gebäude seine heutige Gestalt mit den drei Spitzbogenfenstern und wurde zum Stadtarchiv umgebaut. In den sieben spitzbogigen Figurennischen finden sich die Standbilder der sechs Königswähler, die im Jahre 1273 Rudolf von Habsburg (dieser ist die 7. Figur in der Mitte) zum König wählten. Lange Zeit hat man geglaubt, dass es sich bei den Statuen um sieben Kurfürsten handelte, doch diese sind 1298 erstmalig vollständig zusammengetreten, um Albrecht von Österreich zum König zu wählen. Die Statuen sind lediglich Kopien, die Ende des 19. Jahrhunderts die verwitterten Originale ersetzten. Nur eine einzige Figur ist noch erhalten, die anderen gelten als verschollen.

Museen
In der Burg Frankenberg, einer bereits im 13. Jahrhundert vor den Toren der Stadt Aachen erbauten Wasserburg, befindet sich das Heimatmuseum der Stadt Aachen. Es dokumentiert den geschichtlichen Werdegang der Stadt, angefangen mit dem Feuersteinbergbau der Jungsteinzeit und der Zeit als römisches Militärbad, über die romanischen Bauten Karls des Großen, der Zeit als Krönungsort deutscher Könige und späterer Kur- und Badestadt bis hin zur Industrialisierung. Der Nebenraum des Hauptgebäudes enthält eine Art Kuriositätenkabinett aus der Museumsgeschichte um 1900, Höhepunkt ist eine ägyptische Mumie (um 1500 v. Chr.), die allerdings erst etwa 2014 wieder zu sehen sein wird. Im Bergfried findet sich eine Sammlung von antiker Keramik und regionalem Kunsthandwerk, weiterhin existiert ein Münzkabinett mit Münzfunden aus Aachen und der Umgebung.
Das Suermondt-Ludwig-Museum ist nach seinen größten Stiftern Barthold Suermondt und dem Ehepaar Irene und Peter Ludwig benannt und wurde bereits 1883 vom Aachener Museumsverein gegründet. Seit 1901 residiert es im Stadtpalais „Villa Cassalette“ in der Wilhelmstraße. Die Sammlung verfügt neben Malerei und Skulpturen des 12. bis 20. Jahrhunderts und Tapisserien und Goldschmiedearbeiten auch über umfangreiche Glasmalerei-Bestände vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Eine Antikensammlung mit dem Hauptthema der attischen Vasenmalerei sowie ein 10.000 Handzeichnungen, Aquarelle und Grafiken umfassendes Kupferstichkabinett mit Meisterwerken unter anderem von Albrecht Dürer, Rembrandt und Francisco de Goya bis hin zu zeitgenössischen Künstlern runden das Angebot ab.
Das Ludwig Forum für Internationale Kunst befindet sich in der ehemaligen Schirmfabrik Emil Bauer in der Jülicher Straße. Das im Bauhaus-Stil vom Aachener Architekten Josef Bachmann entworfene Gebäude wurde 1928 erbaut und im Jahr 1988 von der Stadt Aachen komplett entkernt und umgebaut. Die Basis des 1991 eröffneten Museum bildet die Sammlung moderner Kunst des Ehepaars Irene und Peter Ludwig. Weiterhin bietet das Museum wechselnde Ausstellungen angewandter Kunst, eine Bibliothek für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, eine Restaurierungswerkstatt und den Skulpturenpark in Außenbereich.
Das Couven-Museum im Haus Monheim am Hühnermarkt beinhaltet eine bemerkenswerte Möbelsammlung aus Rokoko, frühem Klassizismus, napoleonischem Empirestil und Biedermeier. Das Haus selbst wurde 1662 erbaut und im Jahr 1786 im Auftrag des Apothekers und Aachener Bürgermeisters Andreas Monheim von Jakob Couven, dem Sohn des berühmten Baumeisters Johann Josef Couven, im Rokokostil umgebaut.
Im „Großen Haus von Aachen“ in der Pontstraße, einem der wenigen erhaltenen Aachener Bürgerhäuser aus gotischer Zeit, residiert das Internationale Zeitungsmuseum. Es befasst sich mit der internationalen Pressegeschichte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert.
Weitere Museen sind das Computermuseum der RWTH Aachen, das Zollmuseum Friedrichs in Aachen-Horbach, die Sammlung zeitgenössischer Kunst in der ehemaligen Reichsabtei in Kornelimünster sowie das Fernmeldemuseum.
Im Jahre 2003 gründete der Künstler Günther Beckers das erste Künstlermuseum der Stadt. Dieses wurde 2006 in Kooperation mit René Böll zum Künstlermuseum Beckers ° Böll in Aachen und Köln.

Theater
1822 wurde mit dem Bau des Theaters nach Plänen von Johann Peter Cremer begonnen. Das Theater wurde 1825 eröffnet. Das bekannteste und größte Theater in Aachen ist das – so früher genannte – Stadttheater mit Großem Haus, Kammerspielen und Mörgens, in dem Opern, Operetten, Schauspiel, Musicals, Ballett, Konzerte und Lesungen stattfinden. Am Aachener Theater war u.a. von 1935 bis 1942 Herbert von Karajan Generalmusikdirektor. Seit August 2005 ist Michael Schmitz-Aufterbeck der Generalintendant der Aachener Bühnen. Marcus R. Bosch ist seit 2002 Generalmusikdirektor von Aachen. Aachen verfügt auch über ein so genanntes Grenzlandtheater, die Aachener Stadtpuppenbühne „Öcher Schängchen“ (gegr. 1921), mehrere kleine Theater, wie das Theater K., Theater 99, Theater Brand, Bühne 78 und weitere, sowie verschiedene Kleinkunstbühnen, Kabarett und freie Theatergruppen (Blackout-Theater, Poetischer Anfall,, „K(l)EINE KUNST“, Fliegender Wechsel – Improvisationstheater und weitere). Mundartbühnen der Stadt sind die „Alt-Aachener Bühne“ und das „Aachener Heimattheater“.

Haus für Musik
Seit einigen Jahren ist in Aachen das Haus für Musik geplant. Der Bau des Haus für Musik wird durch den Förderverein Haus für Musik e.V. und freiwillige Spender unterstützt. Das innovative Betriebskonzept des Haus für Musik setzt auf einen Mix aus Vermietungen, Eigenveranstaltungen und internationalen Musikfestivals. Geplant ist der Bau an der Monheimsallee, in direkter Nähe zum Hotel Quellenhof, Eurogress und Spielcasino.

Musik
Neben vielen international bekannten Chören, wie dem Jungen Chor Aachen oder Carmina Mundi, ist in der Stadt auch das „Sinfonieorchester Aachen“ beheimatet. Ebenso hat Aachen ein Jugendsinfonieorchester. Die Studenten musizieren im Chor oder Orchester des Collegium Musicum (CM) der RWTH oder im Aachener Studentenorchester (ASO).
Das Musikspektrum in Aachen reduziert sich nicht allein auf klassische Musik. Das Gesangsensemble einKlang z. B. steht für moderne Arrangements im A-Capella-Bereich und für die Interpretation von Gospelmusik. Im Jazz haben sich die Aachen BigBand sowie die BigBand der RWTH Aachen etabliert.

Regelmäßige Großereignisse
Zwei große Ordensverleihungen gibt es jährlich in Aachen: Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird an Christi Himmelfahrt für besondere Verdienste um die Europäische Einigung vergeben. Am Antikriegstag werden Persönlichkeiten, die von „unten her“ dazu beigetragen haben, die Verständigung der Völker und der Menschen untereinander zu verbessern, mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
Wie üblich im Rheinland ist natürlich auch der Aachener Karneval ein Großereignis. Dazu gehört der Kinderzug am Karnevalssonntag, der Rosenmontagszug und das wilde Treiben der Damen am Fettdonnerstag. Hervorzuheben ist auch der Orden wider den tierischen Ernst, der sich durchaus als anerkannter Kulturpreis bezeichnen lässt. Er wird an Personen, meist Politiker, vergeben, die sich durch besonderen „Humor im Amt“ ausgezeichnet haben.
Bereits im Jahr 1413 wird der Öcher Bend, die Aachener Kirmes, das erste Mal erwähnt. Damals noch in der Innenstadt, wird seit 1927 der Bendplatz nahe dem Westbahnhof zwei MalMal jährlich (im Frühjahr und im Sommer) zum Rummelplatz umfunktioniert.
Mal jährlich (im Frühjahr und im Sommer) zum Rummelplatz umfunktioniert.
Der Aachener Weihnachtsmarkt findet in der Adventszeit rund um Dom und Rathaus statt und gilt als einer der drei größten und schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands.
Über das Jahr verteilt finden zahlreiche Märkte in Aachen statt. Am bekanntesten sind der Europamarkt der Kunsthandwerker in der Innenstadt und der Historische Jahrmarkt in Aachen-Kornelimünster.
Auch an Musikfestivals wird einiges geboten: Im Rahmen des Aachener Kultursommers spielen renommierte Musiker aus Rock, Pop, Jazz und Klassik auf dem Katschhof zwischen Dom und Rathaus. An einem Samstag im Frühling findet das Jazz-Festival Lust auf Jazz statt. Dabei treten zahlreiche Jazz-Bands auf verschiedenen Bühnen auf oder marschieren durch die Innenstadt. Alljährlich finden zudem im November die Aachener Bachtage statt.
Im Frühjahr öffnet alljährlich die Euregio Wirtschaftsschau ihre Tore. Hier wird ortsansässigen Über das Jahr verteilt bieten verschiedene Institutionen einen Tag der offenen Tür. Dazu gehört der Tag des offenen Denkmals, der Tag der Architektur, die Lange Nacht der Museen, die Aachener Nacht der offenen Kirchen und der Aachener Theatertag. Die RWTH bietet außerdem die Wissenschaftsnacht und den Dies academicus.
Jeweils Mitte November findet an der RWTH eine Vorführung des Films Die Feuerzangenbowle statt, nicht nur für Studenten und mit insgesamt ca. 6000 Zuschauern. Anschließend gibt es diverse öffentliche und private Feste, wo Feuerzangenbowle serviert wird.
Aus literarischer Sicht erwähnenswert sind die Aachener Literaturtage, das Aachener Kinder- und Jugendbuchfestival und die von der Stadt ideell und finanziell unterstützte Vergabe des Walter-Hasenclever-Literaturpreises.
Seit 2003 findet jährlich das Tanzsportwochenende Tanzen im Dreiländereck, auch „Tanzen im 3LE“ genannt, statt. Es ist eine grenzübergreifende Großveranstaltung, die ursprünglich als Gemeinschaftsveranstaltung von den vier Aachener Tanzsportclubs initiiert wurde. Sie bietet an zwei Tagen Tanzsportturniere in allen Klassen und eine große Abendveranstaltung. Seit 2006 finden die Turniere auch als offizielle Turniere des niederländischen Tanzsportverbandes NADB statt. Ab 2007 wird der belgische Tanzsportverband BDSF mit zu den Veranstaltern gehören.
Jüdische Kulturtage im Rheinland heißt ein Großprogramm, an dem die Stadt sich 2002 und 2007 (März) beteiligt, mit sehr unterschiedlichen Kultursparten. Im Vordergrund steht die Begegnung zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Lebenswelten.

Medien Aachen

Aachen ist Sitz eines Studios des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Hier werden die auf WDR 2 wochentags stündlich ausgestrahlten Newsflashs für die Region Aachen produziert, ebenso wie das WDR-Fernsehmagazin „Lokalzeit aus Aachen“, welches von Sonja Fuhrmann, Gesa Hollermann und Ralf Raspe moderiert wird.
Die beiden Tageszeitungen, Aachener Nachrichten (die erste deutsche Nachkriegszeitung) und Aachener Zeitung, erscheinen beide im Aachener Zeitungsverlag. Auch die Redaktionen wurden inzwischen aus wirtschaftlichen Gründen größtenteils zusammengelegt. Außerdem erscheinen in Aachen mehrere monatliche, kostenlose Stadtmagazine: Bad Aachen, Klenkes und Movie. Darüber hinaus gibt es zwei Anzeigenwochenblätter, die ebenfalls zum Aachener Zeitungsverlag gehören: Super Mittwoch (früher Aachener Woche) und Super Sonntag.
In Aachen senden zwei Lokalradios. Zum einen Radio Aachen 100,1 MHz mit Sitz der in zentrumsnahen Bahnhofstraße, und zum anderen 107.8 Antenne AC mit Sitz im benachbarten Würselen-Broichweiden. Beide Sender hatten sich erfolglos vom Mantelprogramm Radio NRW getrennt. Radio Aachen übernimmt inzwischen wieder Programme von Radio NRW. Dass eine verhältnismäßig kleine Stadt wie Aachen zwei lokale Radiosender betreibt, liegt an der ursprünglichen Struktur des Lokalfunksystems in NRW, das für jeden Kreis und jede Stadt eine eigene Station vorsah: Die Frequenz UKW 100,1 war dabei für die Stadt Aachen gedacht, die Frequenz 107,8 für den Kreis Aachen.
Durch die Grenznähe ist außerdem eine Vielzahl belgischer und niederländischer Sender zu empfangen, darunter auch deutschsprachige Privatradios aus Ostbelgien (Fantasy Dance FM 96.7). Der meistgehörte private Sender der Region Aachen / Heinsberg ist nach eigenen Angaben 100'5 Das Hitradio aus Eupen, an dem der Belgische Rundfunk (BRF) beteiligt ist. Anders als der BRF richtet sich 100'5 allerdings in erster Linie an ein Publikum in Deutschland.
Darüber hinaus sendet seit dem 3. Mai 2006 das Hochschulradio Aachen (Slogan: „Wir sind die Anderen“) auf der Frequenz 99,1 MHz mit Sendestandort Rütscher Straße auf einem Hochhaus. Im Kabelnetz ist der Sender auf 95,35 MHz zu hören. Das Hochschulradio erhielt am 24. März 2006 eine Lizenz von der Landesanstalt für Medien und sendet etwa vier Stunden täglich ein moderiertes Live-Programm. Zu den übrigen Zeiten wird Musik aus dem Computer abgespielt. Die musikalische Auswahl ist ganz wesentlich von unkommerziellem Stil mit einem Schwerpunkt bei elektronischer Musik. Der Sender wird aus einem Beitrag von 0,50 Euro finanziert, die jeder Student der RWTH mit der Rückmeldung bezahlen muss.
Die international renommierte Nachrichtenagentur Reuters, welche heute in London ihren Hauptsitz hat, wurde 1850 von Paul Julius Reuter in Aachen gegründet.

Kulinarische Spezialitäten Aachen

Die lukullische Spezialität Aachens ist die Printe, ein Lebkuchengebäck mit vielen aromatischen Gewürzen, häufig mit Schokolade überzogen und reich dekoriert. Außer zwischen den verschiedenen Sorten (wie Schokoladenprinten, Honigprinten, Prinzessprinten oder Kräuterprinten) ist grundsätzlich zwischen Hart- und Weichprinten zu unterscheiden. Alle Printensorten sind (je nach Hersteller und Auswahl) als Hart- und Weichprinten beziehungsweise in Zwischenstufen erhältlich. Noch dazu ist ein Besuch beim größten Lebkuchenhersteller Lambertz empfehlenswert. In der Nähe befindet sich auch ein Werksverkauf der Schokoladenfirma Lindt.
Zu Ostern wird in Aachen traditionell der Poschweck gegessen, ein Hefegebäck mit Rosinen, Mandeln, Nüssen, Zitronat und Orangeat.
Weiterhin hervorzuheben ist das nach Angaben der Aachener Nachrichten in Aachen erfundene Streuselbrötchen, ein Weichbrötchen mit Butterflocken, das außerhalb von Aachen kaum bekannt ist.
Öcher Lager: Bis in die jüngste Zeit wurde in Aachen ein obergäriges Bier gebraut, das dem Kölner Kölsch verwandt ist. Hierzu gehörte unter anderem die 1989 geschlossene Brauerei Degraa, an die noch einige Brauhäuser erinnern.
Herzhafte Spezialitäten sind der Rheinische Sauerbraten und der so genannte Öcher Kaviar: Puttes. Die Blutwurst gibt es gebraten mit Kartoffelpuree und „Kömpes“ (Sauerkraut) oder geräuchert mit Senf zum Brot.
Auch das sogenannte Möhren-Jemüüs (Kartoffeln mit Möhren und Zwiebeln untereinander gekocht) erfreut sich großer Beliebtheit. Dazu gibt es Rippchen oder Bratwurst mit Senf.

Quellen : www.wikipedia.de